Matthäi saniert und modernisiert Berliner U-Bahnhöfe in zentraler Berliner Lage

Im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf befinden sich in unmittelbarer Nähe zu einander zwei sehr unterschiedliche U-Bahnhöfe, nämlich Sophie-Charlotte-Platz und Bismarckstraße. Beide sind Teil der Linie 2 zwischen Pankow und Ruhleben, der U-Bahnhof Bismarckstraße ist zusätzlich Teil der Linie U7 zwischen Spandau und Rudow. Sie liegen an der Bundesstraße 2, die hier westlich Kaiserdamm und östlich Bismarckstraße heißt.

Der U-Bahnhof Sophie-Charlotte-Platz ist ein Baudenkmal. Dieser Bahnhof wurde nach Plänen von Alfred Grenander errichtet und im Jahr 1908 eröffnet.  Die ursprünglichen Zugänge kamen von der Mittelpromenade des Kaiserdamms, wurden im Jahr 1935 geschlossen und stattdessen auf die Fußwege der Straße verlegt und durch einen Fußgängertunnel miteinander verbunden. Im Bahnhof befinden sich 26 großflächige Gemälde, die Eindrücke des U-Bahn-Betriebes aus der Zeit um 1900 vermitteln.

Der U-Bahnhof Bismarckstraße wurde erst im Jahr 1978 eröffnet. Der Architekt Rainer G. Rümmler gestaltete den Bahnhof mit Aluminiumplatten, Metallblechen und schwarz eingefassten Bahnhofsschildern. Der U-Bahnhof ist als Kreuzungsbahnhof in Stahlbetonbauweise errichtet und liegt in zwei Ebenen in doppelter Tiefenlage unterhalb der Bismarckstraße und Wilmersdorfer Straße.


Die Firma Matthäi Berlin führt im Zuge der Grundinstandsetzung und des barrierefreien Ausbaus des denkmalgeschützten U-Bahnhofes Sophie-Charlotte-Platz folgende Baumaßnahmen durch:

1. Einbau von zwei Aufzugsanlagen
2. Grundinstandsetzung von zwei Ausgangstreppen
3. Grundinstandsetzung der Bahnsteige
4. Grundinstandsetzung der Unterführung

Um die Bauzeit zu verkürzen, führen wir diese Baumaßnahmen - soweit wie technisch möglich - parallel aus.

Weil der Fahrgastverkehr grundsätzlich Vorrang vor der Durchführung der Arbeiten hat, kann die Firma Matthäi Berlin die Arbeiten nur in kleinflächigen Abschnitten durchführen. Und die Arbeiten in der Nähe von Gleisen oder in Bereichen mit Fahrgastverkehr muss die Firma in der betriebsfreien Zeit zwischen ca. 1.40 und 3.10 Uhr durchführen.


Zur Eigenleistung unseres Unternehmens gehören unter anderem:

• Freischachtung der Tunneldecke in einer Tiefe von ca. 0,80 m unter GOK und Herstellung einer Öffnung für die Erstellung der neuen Aufzugsanlage am Ausgang I/1
• Erschütterungsarme Ausführung von Stemm- und Schneidarbeiten mit Kleingeräten oder in Handstemmarbeit
• Teilweise Abbruch und seitliche Verbreiterung des Zugangs zur Erstellung der neuen Aufzugsanlage am Ausgang I/2
• Errichtung des erforderlichen Raums für den Aufzugsschacht in Stahlbetonbauweise zu errichten
• Teilweise Abbruch der beiden Ausgangsanlagen aus komplexen Stahl-Glaskonstruktionen und Wiedererrichtung, dabei Wiederherstellung der Umwehrungen sowie der Portale als Stahlkonstruktionen neu, nach historischem Vorbild
• Verputzung der Wandflächen und Belegung mit neuen, unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes nachgebrannten, Wandfliesen
• Belegung der Treppenstufen mit Winkelstufen aus Granit
• Erneuerung der Schneefänge
• Abbruch des alten Bodenbelags der beiden Bahnsteige und Ersatz durch einen neuen Asphaltbelag
• Fachgerechte Überarbeitung der Bahnsteigkanten und teilweise Neuausrichtung in der Höhe und Lage
• Einsatz eines Systems aus taktilen Leitstreifen
• Abbruch der beiden Treppenanlagen, der Wandfliesen und des Bodenbelags der Unterführung
• Umfangreiche Betoninstandsetzungsmaßnahmen an den freigelegten Wand-, Boden- und Deckenflächen
• Wiederherstellung der Treppen in Stahlbeton und Belegung mit Granitwinkelstufen zu belegen
• Verputzung der Wandflächen und Verkleidung mit neuen Wandfliesen


Zusätzlich zur Eigenleistung beauftragt, koordiniert und überwacht die Firma Matthäi Nachunternehmer und Fremdgewerke.
Zu diesen Leistungen gehören unter anderem:

Massen:

- Verbauarbeiten mit 330 m² Spundwand und 100 lfdm Verbauträger
- Fliesenarbeiten ca. 350 m² nach historischen Vorbild
- Düsenstrahlarbeiten mit 250 m³ HDI
- Natursteinarbeiten mit ca. 280 lfdm Spritzbeton

     Bewegte Massen:
400 Bodenbewegung
120 Abbruch
140 Stahlbeton
900 Asphaltbelag (Bahnsteig, Vorhalle)
220 m Regulierung Bahnsteigkante
250 Abdichtung

 

Bausumme:
ARGE Gesamtsumme: 34.436.559,00 EUR
Anteil Matthäi Berlin: 3.752.302,00 EUR (netto)

Bauzeit:
2019 - 2021

Auftraggeber: 
Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)

 

Die Firma Matthäi Berlin führt im Zuge der Grundinstandsetzung und Renovierung des U-Bahnhofs Bismarkstraße folgende Baumaßnahmen durch:

1. Im Bahnsteigbereich der U7: Teilumbau Bodenbelag, Neubau abgehängter Decken
2. Im Bereich der U2: Erneuerung Bodenbelag, Ergänzungsarbeiten im Deckenbereich
3. Vorhallen I & II: Bodenbelag und Neubau abgehängter Decken, Neubau Verkaufsräume
4. Zugangstreppe II/1 (Nordwest, Vorhalle 1)
5. Zugangstreppe I/2 (Südost, Vorhalle 2)
6. Erneuerung der Aufzugseinhausungen des Aufzugs I/4 (Straßenebene)
7. Teil-Erneuerung Aufzüge II und III

Weil der U-Bahnhof Bismarckstraße sehr stark frequentiert wird, muss die Firma Matthäi Berlin die Arbeiten auf den Bahnsteigen sowie in den Schalter- und Vorhallen vor allem nachts durchführen; in den Nächten am Wochenende mit durchgehendem Nachtverkehr zusätzlich im Beisein einer Sicherungsaufsichtskraft.


Zur Eigenleistung unseres Unternehmens gehören unter anderem:

• Beton- und Stahlbetonarbeiten, Maurerarbeiten
• Erdbau, Straßen- und Wegebauarbeiten
• Abdichtungsarbeiten

Zusätzlich zur Eigenleistung beauftragt, koordiniert und überwacht die Firma Matthäi Nachunternehmer und Fremdgewerke.
Zu diesen Leistungen gehören unter anderem:

Massen:

- Natursteinarbeiten mit ca. 240 lfdm Treppenstufen und 1.700 m² Natursteinbelag
- Stahl- und Metallbauarbeiten
- Trockenbauarbeiten mit ca. 2.050 m² Unterhanddecke
- Betoninstandsetzung ca. 150 m² Spritzbeton

 

    Bewegte Massen:
100 Bodenbewegung
120 Abbruch
110 Stahlbeton
150 Straßenbelagsarbeiten
100 Abdichtung
700 Putzarbeiten

 

Bausumme:
3.790.184,00 EUR (netto)

Bauzeit:
Seit Juli 2018

Auftraggeber: 
Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)