MWS KW Schönerlinde

Matthäi baut einen 40.000 Kubikmeter großen Mischwasserspeicher für das Klärwerk Schönerlinde.

Schönerlinde ist das drittgrößte Klärwerk Berlins. Um es fit für die Zukunft zu machen, investieren die Berliner Wasserbetriebe etwa 180 Millionen Euro. Dazu werden fast ein Dutzend Einzelprojekte finanziert. Der körperlich größte Einzelposten wird ein neuer 40.000 Kubikmeter großer Mischwasserspeicher. Den baut Matthäi Berlin in Arbeitsgemeinschaft mit Matthäi Westerstede. Matthäi Berlin hat die technische Geschäftsführung inne und stellt den Projektleiter.

Neben dem Mischwasserspeicher entstehen im Klärwerk Schönerlinde eine Ozonung, ein neuer Klärwerksableiter sowie zwei Blockheizkraftwerke, mit denen das Klärwerk die benötigte Energiemenge selbst erzeugen soll, eine Abluftbehandlungsanlage mit einem Chemowäscher und einem Bioreaktor zur Emissionsreduzierung, sowie ein neuer Klärwerksablauf und auch eine Flockungsfitrationsanlage zur weiteren Minimierung der Phosphorgehalte und der biologisch abbaubaren Abwasserinhaltsstoffe.

Der Mischwasserspeicher ist eine besonders wichtige Neuerung, weil die Bevölkerung und damit die Abwassermenge zunimmt, und weil starker Regen Klärwerke an ihre Grenzen bringt. So kommt es immer wieder vor, dass es stark regnet, ganz extrem Ende Juni 2017, als innerhalb von 18 Stunden so viel Wasser vom Himmel kam wie sonst im Verlauf eines Vierteljahres. Zwar handelte es sich hierbei um einen Jahrhundertregen, aber auch kleinere „Starkregenereignisse“ können dazu führen, dass so viel Mischwasser anfällt, dass die Klärwerke die Menge nicht mehr aufnehmen können und Mischwasser überläuft. Darum wird der neue große Mischwasserspeicher im Klärwerk Schönerlinde gebaut. Die zusätzlichen Reservekapazitäten direkt auf dem Klärwerksstandort sollen solche Überläufe in Zukunft weitestgehend verhindern, die Klärwerkskapazität verstetigen und damit die Gewässergüte sichern. Zum Bauvorhaben gehören der Mischwasserspeicher selbst und die zugehörigen Nebenbauwerke, Leitungen und Straßenanlagen.

Matthäi kommt gut voran und der Bau macht Fortschritte: Die Baugrube für den Mischwasserspeicher steht kurz vor der Fertigstellung.

Zur Eigenleistung unseres Unternehmens gehören unter anderem:

• Bau eines Mischwasserspeichers
• Bau eines Schalthauses
• Dokumentation

Zusätzlich zur Eigenleistung hat die Firma Matthäi Nachunternehmer und Fremdgewerke beauftragt, koordiniert und überwacht. Zu diesen Leistungen gehören unter anderem:

Stahlbauarbeiten
• Rohrleitungsbauarbeiten
• Spezialtiefbauarbeiten
• Taucherarbeiten
• Kunststoffschweißarbeiten
• Bau einer Rohrbrücke
• Bau einer Zulaufleitung
• Bau einer Spülwasserleitung
• Bau von Kabeltrassen
• Abbruch bestehender Altanlagen

Massen, Stand September 2019:

Tiefe der Baugrube
aktuell: 3 bis 9 m

    Baugrubenverbau:
ca. 5.400 Stahlspundwände
765 m Verpressanker
580 m Mikropfähle als Auftriebssicherung
     
    Aushub von Erdreich:
ca. 40.000 davon ca. 20.000 m³ Nassaushub unter Wasser
ca. 55.000 t Abfuhr und Verwertung (nicht Entsorgung!) von Boden
     
    Unterwasserbetonsohle:
ca. 1.150 Unterwasserbeton
     
    Abbruch von Altanlagen:
    Werkstraßen
    Kabel- und Entwässerungsschächte
    Kabeltrassen und Rohrleitungen
 
Galerien:
> Baudokumentation - Mai
> Baudokumentation - Juli
> Baudokumentation - September
> Baudokumentation - Panorama Juli
> Baudokumentation - Panorama September
 

Bausumme:

ARGE Gesamtsumme 19.194.812,00
Anteil Matthäi Berlin 8.962.566,00


Bauzeit:
Januar 2019 - Februar 2021

Auftraggeber: 
Berliner Wasserbetriebe (BWB)