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07
Juli 2022
Potsdam | Matthäi Michendorf

Die Wunderbaustelle

Rechtzeitig zum Beginn der Sommerferien wird eine Baustelle auf dem Berliner Ring fertig – sechs Monate früher als geplant. Andernorts drohen laut ADAC wieder Staus wie vor Corona

Während der Ferien herrscht auf Baustellen oft Hochbetrieb. Im Straßenbau nutzen die Bauherren die Zeit ohne dichten Berufsverkehr, um kräftig Strecke zu machen. Das ist in diesem Jahr nicht anders – mit einer Ausnahme. Ausnahmsweise rechtzeitig zum Start der Sommerferien wurde am Mittwoch eine Großbaustelle geräumt, weil sie ein halbes Jahr früher fertig wurde als geplant.

Seit Ende August 2020 mussten Autofahrer auf der A10 zwischen Potsdam-Nord und der Havelbrücke bei Leest mit einigen Einschränkungen leben – und Anwohner mit Baulärm und Umleitungsverkehr. Nun ist die Sanierung abgeschlossen – erfreulicherweise fast sechs Monate früher als geplant.

Dafür hat die Autobahn GmbH auf eine spezielle Form der Ausschreibung gesetzt – anstatt das Projekt in verschiedene kleinere Lose aufzuteilen, hatte eine Baufirma – Matthäi aus Michendorf – den Hut auf und musste sich selbst um Nachunternehmer kümmern, die etwa für Markierungs- oder Sicherungsarbeiten zuständig waren. „Diese Form der Ausschreibung hat sich bewährt. Wir konnten übliche Reibungsverluste verhindern“, erklärt Ronald Normann, Direktor der Niederlassung Nordost der Autobahn GmbH. „Die Entscheidungswege waren kurz. Das war erfolgreich.“

Baustelle auf der A20 geräumt
Auch in Mecklenburg-Vorpommern hat sich diese Organisationsform bezahlt gemacht. Vier Monate schneller als geplant wurde dort mit dem gleichen Arbeitsteilungsmodell die A20 zwischen den Anschlussstellen Jarmen und Anklam fertig – was Ostsee-Urlauber freuen dürfte. Die Autobahn GmbH sieht darin eine Blaupause für die Zukunft. „Wir wollen das nun öfter versuchen“, sagt Normann.

Zu den größeren Projekten der Autobahn GmbH in Brandenburg gehört der Autobahnanschluss Freienbrink für das Tesla-Werk, die Mühlenfließbrücke bei Rüdersdorf – ein Nadelöhr am östlichen Ring – und das Dauerthema „Betonkrebs“. 300 Autobahnkilometer müssen dafür saniert werden. „Wir planen wie verrückt“, sagt Normann. Knapp 1000 Mitarbeiter hat die Autobahn GmbH in der Region.

Auf der Zielgeraden ist auch das größte Autobahnprojekt Brandenburgs – die sogenannte Havellandautobahn auf dem nördlichen Berliner Ring und der A24, wie Sprecher Steffen Schütz bestätigt. Der sechsspurige Ausbau der A10 und die Modernisierung der A24 mit breiterem Seitenstreifen, der bei dichtem Verkehr als Fahrbahn freigegeben werden kann, soll im Dezember planmäßig abgeschlossen sein.

Baustart für dieses Megaprojekt in öffentlich-privater Partnerschaft war im März 2018. Das Vorhaben kostet inklusive Unterhalt über 30 Jahre 1,4 Milliarden Euro. Die Projektstrecke umfasst einen 65 Kilometer langen Abschnitt der A10 und der A24 zwischen dem Autobahndreieck Pankow bis zur Anschlussstelle Neuruppin.

Fertig sind auf der A24 unter anderem die jeweils rund fünf Kilometer langen Bauabschnitte bei Neuruppin, Fehrbellin und Kremmen sowie der Abschnitt an der Rastanlage Linumer Bruch. Bis zum Ende des Jahres wird der Schwerpunkt der Bauarbeiten noch auf dem Bauabschnitt bei Birkenwerder liegen, heißt es.

Ferienstart: Hier wird es eng
Der ADAC rechnet hier wie an anderen Baustellen zum Ferienbeginn mit Staus – insbesondere auf der A24 zwischen Kremmen und Neuruppin, aber auch im weiteren Verlauf. „Baustellen sind immer eine Staugefahr. Und es wird zum Ferienbeginn wieder richtig voll werden“, erklärt Claudia Löffler, Sprecherin des ADAC Berlin-Brandenburg.

Eng könnte es wieder auf allen Strecken Richtung Ost- und Nordsee werden. Auf der A12 im Bereich Frankfurt (Oder) drohen Staus ebenso wie auf der A15 bei Cottbus zwischen Belten und Eichower Fließ, wo es in beide Richtungen nur eine Spur gibt.

Neben Berlin und Brandenburg startet noch Hamburg in die Ferien, hinzu kommt der europäische Ferienverkehr. Auch die unsichere Lage im Luftverkehr könnte Kurzentschlossene, die sonst vielleicht geflogen wären, eher aufs Auto umschwenken lassen. „Der Camping-Verkehr hat seit Corona natürlich auch stark zugenommen“, so Löffler. Ihre Erwartung: „Es wird in sämtliche Richtungen eng. Wir rechnen damit, dass die Straßen so voll werden wie vor Corona.“

Für eine kleine, aber durchaus spürbare Entlastung dürfte das zusätzliche Ferienfahrverbot für Lkw sorgen, das während der Urlaubszeit von Sonntag auf Samstag (7 bis 20 Uhr) ausgeweitet wird.



Quelle: Neue Oranienburger Zeitung vom 07.07.2022, Seite 6, Autor: Torsten Gellner

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06
Juli 2022
Matthäi Michendorf

Baustelle auf der A10 zum Ferienbeginn abgeräumt

Ein Beitrag bei www.stern.de vom 06.07.2022.

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Quelle: stern.de

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06
Juli 2022
Matthäi Michendorf

Bauarbeiten auf westlichem Berliner Ring zum Ferienbeginn abgeschlossen

Ein Beitrag bei rbb24 vom 06.07.2022.

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Quelle: rbb24

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