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Grundremmingen Oktober 2025

Thüringer Sprenggesellschaft sprengt 160-Meter-Kühltürme

Auftraggeber

RWE Power AG

Bauzeit

Oktober 2025

Leistungen

  • Durchführung von Bohr- und Sprengarbeiten
  • Planung von Bohr- und Sprengarbeiten

Realisiert durch

Thüringer Sprenggesellschaft

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Regrata Abbruch und Recycling

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J. & F. Schmitt

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Projektinformationen

Am 25.10.2025 hat die Thüringer Sprenggesellschaft, ein Unternehmen der Matthäi-Gruppe, ein technisch anspruchsvolles Projekt erfolgreich abgeschlossen. Die kontrollierte Sprengung zweier 160 Meter hoher Kühltürme am ehemaligen Kernkraftwerk Gundremmingen verlief vollständig wie geplant. Rund 30.000 Menschen verfolgten das Ereignis aus sicherer Entfernung. Sie sahen, wie die beiden massiven Bauwerke innerhalb weniger Sekunden planmäßig zu Boden gingen.

Die Sprengung war Teil des gesetzlich vorgesehenen Rückbaus der Atomanlage, der bereits seit 2018 sukzessive vorangetrieben wird. Für den Betreiber RWE Power AG markiert die Sprengung einen öffentlich sichtbaren Meilenstein. Für die die Thüringer Sprenggesellschaft (TSG) ist dieser Auftrag ein weiterer Beweis der eigenen Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit im Umgang mit hochkomplexen Abbruchsprengungen.

Bereits im Vorfeld hatten die Spezialisten eines weiteren Matthäi-Standortes, J. & F. Schmitt, die Kühlturmhüllen mit Fall- und Vertikalschlitzen vorbereitet. Für die eigentliche Sprengung wurden insgesamt 600 Kilogramm Sprengstoff in 1.800 Bohrlöchern eingebracht. Durch die gezielte Anordnung der Ladungen konnte sichergestellt werden, dass die Türme nacheinander, in exakt berechneter Reihenfolge und ohne Fremdgefährdung in sich zusammenfallen.

Die gewissenhafte Vorbereitung hat sich gelohnt. Nach nur 45 Sekunden waren die Bauwerke Geschichte und das Gelände bereit für die nächsten Schritte des Rückbaus. Weder angrenzende Anlagen noch benachbarte Infrastruktur, darunter Hochspannungsleitungen und ein Standortzwischenlager, wurden beeinträchtigt.

Die Durchführung der Sprengung erfolgte in enger Abstimmung mit dem Landkreis Günzburg, der Gemeinde Gundremmingen sowie weiteren Behörden. Im Vorfeld wurde ein umfassendes Sicherheitskonzept entwickelt, inklusive Sperrzonen und Evakuierungsmaßnahmen.

Doch auch nach der Sprengung bleiben gewaltige Aufgaben: Die rund 56.000 Tonnen Rückbaumaterial sollen vollständig zu Recyclingschotter verarbeitet werden – ein gefragter Baustoff mit hohem Nachhaltigkeitswert. So leistet die Sprengung der Kühltürme in Gundremmingen ihren Beitrag zur Kreislaufwirtschaft.

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